Lassen Sie mich raten.
Sie putzen Ihrem Kleinkind zweimal täglich die Zähne. Sie reduzieren den Saftkonsum. Sie vermeiden Süßigkeiten. Vielleicht halten Sie es sogar zwei volle Minuten lang fest, während es schreit.
Und sie bekommen trotzdem jedes Mal Karies, wenn man zum Zahnarzt geht.
Währenddessen isst das Nachbarskind den ganzen Tag Goldfisch-Cracker, putzt sich nur widerwillig die Zähne und hat perfekte Zähne.
Ihr Kinderzahnarzt gibt Ihnen immer wieder die gleichen Ratschläge: „Zähne besser putzen. Nachts nicht mehr füttern. Weniger Zwischenmahlzeiten essen.“
Aber das tust du doch schon.
Vielleicht denken Sie: „Ich bin ein schlechter Elternteil.“ Oder : „Mein Kind hat einfach nur schwache Zähne.“ Oder : „Wozu überhaupt der Versuch?“
Ich höre das ständig von Eltern. Tatsächlich teilen Tausende von Müttern in Elternforen im Internet dieselbe erschütternde Geschichte:
„Ich war am Boden zerstört. Mir war schlecht. Ich fühlte mich wie die schlechteste Mutter der Welt.“ – Mutter eines 2,5-Jährigen mit 6 Kariesstellen
„Als bei meinem damals 28 Monate alten Sohn 8 (!) Karieslöcher festgestellt wurden …“ – Berkeley Parents Network
„Ich fühle mich wie eine schreckliche Mutter. Na ja, ich glaube, das bin ich auch.“ – Mutter eines 15 Monate alten Babys mit mehreren abgebrochenen Zähnen
Du bildest dir das nicht ein. Du scheiterst nicht.
Dieser Ansatz funktioniert nicht.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen Folgendes: 42 % der Kinder im Alter von 2 bis 11 Jahren haben Karies an ihren Milchzähnen – viele davon aus Familien, die alles „richtig“ machen.
Das Problem liegt nicht an Ihrer Technik. Es liegt daran, dass Zähneputzen allein die bakterielle Säureproduktion im Mund Ihres Kindes, die rund um die Uhr stattfindet, nicht unterbindet.
Solange Sie nicht verstehen, was die Karies Ihres Kindes tatsächlich verursacht, werden Sie weiterhin Geld für Lösungen ausgeben, die das eigentliche Problem nicht angehen.